Katholiken in Bayern gegen ein generelles Kopftuchverbot

Published on Nisan 28, 2004 by   ·   No Comments

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern sprach sich gegen ein

generelles Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen an öffentlichen Schulen

aus. Vielmehr sollen freiheitliche Lösungen gefunden werden. Die Vollversammlung des Landeskomitees ist der Meinung, dass nicht ein generelles Kopftuchverbot, sondern eine Konfliktlösung an Ort und Stelle dem Schulfrieden besser diene. Ein Sprecher bestätigte, dass ein entsprechender Antrag des ehemaligen Vorsitzenden des Landeskomitees, Bernhard Sutor, eine große Mehrheit fand.

Sutor ist der Ansicht, dass ein reiner Laizismus eine Gefahr darstelle, daher müsse in Bayern eine möglichst tolerante Lösung gefunden werden. Darüber hinaus warnt Sutor vor bestimmten Gruppen, die einem Kopftuchverbot zustimmen, weil dann auch christliche Symbole verboten werden könnten. Durch ein generelles Kopftuchverbot würden sich alle Muslime angegriffen fühlen. “Wir treiben diejenigen in den Fundamentalismus, die wir für die Integration gewinnen wollen“, sagte Sutor und fügte hinzu, dass es in Bayern bisher keinen einzigen konkreten Fall gebe. „Das bayerische Gesetzesvorhaben gefährdet die Religionsfreiheit, die Integration von Muslimen und die Toleranz ihnen gegenüber“, sagte “Pax Christi”-Sprecher Wolfgang Deixler.

Das Landeskomitee der Katholiken vertritt die Diözesanräte der bayerischen Bistümer

sowie kirchliche Organisationen und Einrichtungen.

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